Stauraum mit Stil: Was modernes Design leisten muss

Hochwertiges Bücherregal aus Holz mit Glasfront im modernen Wohnzimmer – Designidee für hochwertige Kleiderschränke mit Stil

Schrank ist nicht gleich Stauraum. Wer heute einrichten will, erwartet mehr als Türen, Böden und Griffe. Wohnräume werden durchdacht geplant, Möbel sind Teil eines Lebensgefühls. Der klassische Kleiderschrank hat dabei ausgedient. Stattdessen gefragt: Lösungen, die Struktur schaffen und dabei den Stil des Raums definieren. Modernes Design muss nicht nur gefallen – es muss sich einfügen, organisieren, Ordnung sichtbar machen.


Reduktion trifft Funktion: Der neue Anspruch an Schrankdesign

Heute gilt: weniger Optik ist mehr Wirkung – wenn sie klug gemacht ist. Schrankmöbel der Gegenwart setzen auf klare Linien, integrierte Griffe, grifflose Fronten oder verdeckte Push-to-Open-Mechanik. Entscheidend ist die Balance aus Minimalismus und Alltagsnutzen.

Was modernes Design leisten muss:

  • Platz optimal nutzen, auch in schwierigen Grundrissen

  • Visuelle Ruhe schaffen, ohne steril zu wirken

  • Individualisierbar sein, etwa durch Maßanfertigung oder modulare Systeme

  • Hochwertige Materialien kombinieren: Echtholzfurnier, Glas, pulverbeschichtetes Metall

  • Nachhaltig produziert werden – möglichst lokal und ressourcenschonend

Wer Möbel mit Charakter möchte, setzt auf Qualität, nicht auf Volumen. Eleganter Stauraum tritt nicht in den Vordergrund – er unterstützt die Architektur eines Raumes.

Maß statt Masse: Warum Konfiguration Trumpf ist

Standard war gestern. Moderne Wohnkonzepte fordern Flexibilität – und Möbel, die sich anpassen, nicht umgekehrt. Individuell konfigurierbare Schranksysteme setzen neue Maßstäbe. Ob Dachschräge, Altbau-Nische oder offene Galerie: digitale Planungstools und Hersteller mit Maßanfertigung machen aus Problemzonen elegante Stauraumlösungen.

Besonders gefragt:

  • Innenleben nach Bedarf: Kleiderlift, Schubladen mit Softclose, verstellbare Fachböden

  • Modulare Lichtlösungen: LED-Stripes mit Bewegungssensor, integrierte Leuchtpaneele

  • Materialmix nach Wunsch: Mattlack, Glas, Naturholz – kombinierbar auf Fronten und Korpussen

Frau betrachtet auf Tablet eine Raumplanung für hochwertige Kleiderschränke und Einbaumöbel in moderner Architektur

Der ästhetische Faktor: Möbel als Gestaltungselement

Ein guter Schrank verschwindet nicht – er wirkt. In offenen Wohnkonzepten werden Möbel zur Raumgrenze oder zum Hingucker. Flächenbündige Einbauschränke verschmelzen mit der Wand. Freistehende Designstücke setzen Kontraste oder zonieren Räume. Das Design muss dabei optisch leicht, aber konstruktiv belastbar sein.

Aktuelle Stiltrends:

  • Japandi: Naturholz, helle Farben, schlanke Linien

  • Mid-Century Modern: dunkle Hölzer, warme Töne, geometrische Klarheit

  • Industrial Soft: Metallrahmen mit Holz- oder Glaselementen, rauer Charme, klare Struktur

Moderne Schranksysteme kommunizieren mit dem Raum – durch Farbe, Form, Oberfläche. Design ist dabei nie Selbstzweck, sondern immer Teil einer übergeordneten Raumidee.

Nachhaltig & langlebig: Design, das bleibt

Wer in hochwertiges Design investiert, sucht nicht nach Trends – sondern nach Wert. Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in Materialien, sondern auch in Modularität, Reparaturfähigkeit und Langlebigkeit. Hersteller setzen zunehmend auf FSC-zertifiziertes Holz, lösungsmittelfreie Lacke und langlebige Scharniersysteme. Hochwertige Kleiderschränke erfüllen genau diese Anforderungen – sie sind langlebig, stilprägend und nachhaltig zugleich.

Wichtige Fragen beim Kauf:

  • Sind die Möbelteile nach Jahren noch nachbestellbar?

  • Gibt es Reparaturservice oder Austauschoptionen?

  • Welche Herkunft haben die Materialien?

  • Welche Lebensdauer wird garantiert?

Offenes Schranksystem aus dunklem Holz mit Kleidung und Schubladen – hochwertige Kleiderschränke im modernen Einrichtungsstil

Qualität, die man nicht sofort sieht – aber lange spürt

Ein gutes Möbelstück macht nicht laut auf sich aufmerksam. Es wirkt durch Details. Softclose-Funktionen, perfekt gearbeitete Fugen, rückseitig lackiertes Glas, massive Beschläge – das sind die Dinge, die modernes Design leistet, ohne sie zu zeigen. Wer bewusst auswählt, spürt den Unterschied im Alltag: beim Öffnen, beim Anfassen, beim Leben mit dem Möbel.


Interview: „Stauraum ist heute Teil des Interior-Designs“

Im Gespräch mit Interior-Designerin Julia Renz, die europaweit Projekte im gehobenen Wohnsegment betreut. Sie spricht über aktuelle Wohntrends, die Entwicklung von Kleiderschränken und woran man wirklich hochwertige Kleiderschränke erkennt.

Frau Renz, der Titel unseres Beitrags lautet: „Stauraum mit Stil – Was modernes Design leisten muss“. Wie würden Sie das zusammenfassen?
Julia Renz: Stauraum ist nicht mehr nur Stauraum. Früher hat man Möbel gekauft, um etwas „wegzuräumen“. Heute soll der Schrank nicht nur funktional sein, sondern zur Raumgestaltung beitragen – ruhig, integriert, hochwertig. Das Design muss dabei nicht laut sein, aber durchdacht. Ein gutes Möbelstück denkt mit.

Worauf achten Sie persönlich bei der Auswahl von Schränken für Ihre Projekte?
Renz: Drei Dinge: Flexibilität, Qualität und Optik. Ich arbeite selten mit Standardmaßen – Räume sind individuell, und der Stauraum muss sich exakt anpassen. Hochwertige Kleiderschränke erkennt man übrigens an den unsichtbaren Dingen: perfekte Beschläge, saubere Innenverarbeitung, langlebige Materialien. Billige Möbel sehen manchmal zuerst ähnlich aus, aber man spürt den Unterschied sehr schnell – spätestens im Alltag.

Viele sprechen von „modularen Lösungen“ – ist das mehr als nur ein Trendbegriff?
Renz: Absolut. Modulare Systeme sind ein echter Gamechanger. Man kann sie exakt auf den Bedarf abstimmen: heute eine offene Garderobe, morgen eine geschlossene Ankleide. Wer langfristig denkt, plant so. Auch kleine Räume lassen sich durch maßgeschneiderte Module elegant und funktional gestalten. Das ist modernes Design: intelligent, wandelbar, dauerhaft.

Welche Materialien oder Designs werden aktuell besonders nachgefragt?
Renz: Naturmaterialien sind sehr gefragt – Echtholzfronten in Eiche, kombiniert mit satiniertem Glas oder mattem Lack. Farben eher dezent: Sand, Graphit, Salbei. Viele Kund*innen wollen bewusst eine optische Leichtigkeit im Raum. Keine sichtbaren Griffe, keine glänzenden Oberflächen. Die Ästhetik ist ruhig, aber edel.

Gibt es gestalterische No-Gos bei Schränken?
Renz: Ja – zum Beispiel schlecht platzierte Spiegel, überladene Griffe oder zu starke Kontraste in kleinen Räumen. Auch zu dunkle Fronten in wenig belichteten Zimmern machen Räume kleiner. Und mein persönlicher Albtraum: wenn ein Schrank den Türrahmen „ansägt“. Maßarbeit ist da Pflicht.

Und ein letzter Tipp: Was sollte man nie vergessen, wenn man in einen Schrank investiert?
Renz: Kaufen Sie nichts, was Sie „irgendwie passend machen“. Lassen Sie passend bauen. Und: Wer sich hochwertige Kleiderschränke leistet, sollte sich auch die Zeit nehmen, sie zu planen. Ein guter Schrank verändert den Raum – und damit auch das Wohnen.


Durchdacht wohnen ist schöner wohnen

Guter Stauraum ist mehr als Funktion. Er strukturiert Räume, beruhigt das Auge und macht Leben leichter. Wer auf modernes Design setzt, wählt Möbel, die sich zurücknehmen und dennoch prägen. Maßarbeit, Materialqualität und intelligente Planung machen den Unterschied – sichtbar und spürbar.

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